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		<title><![CDATA[Mediation und Supervision]]></title>
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			<title><![CDATA[Mediation und Aufklärung]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000011"><div>»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!«, so Kant in Zeiten der Aufklärung.</div><div><br></div><div>Nichts leichter als das, oder? Man braucht sich doch nur zu informieren, ein Wissender zu werden, nicht wahr?</div><div><br></div><div>Ein Wissender ist jemand, der sein Wissen jederzeit überprüfen, nachmessen kann. Wissen ist die Fähigkeit, Erscheinungen wiederholt bewirken oder wiederholt richtig vorhersagen zu können. </div><div><br></div><div>Wer das nicht kann, ist ein Glaubender, also gläubig sozusagen.</div><div><br></div><div>Man wird aber nicht zum Wissenden, indem man einem Wissenden zuhört und sich merkt und nachspricht, was er gesagt hat. Wer nicht nachmessen bzw. - neudeutsch - Fakten checken kann, der kann sich nur entscheiden, ob er es glauben will oder nicht - so er diese Wahlmöglichkeit zur Entscheidung überhaupt reflektiert.</div><div><br></div><div>Wer sich auf einen Wissenschaftler beruft, ist ein Glaubender, also gläubig, weil er dem Wissenschaftler glaubt.</div><div><br></div><div>Wer kann Viren nachweisen von denen, die behaupten, es gebe Viren? Viren-Wissenschaftler können es. Wer noch?</div><div>Wer es nicht kann, der glaubt nur, dass es Viren gibt, und ist somit ein Glaubender, also gläubig.</div><div><br></div><div>Wer kann nachweisen, dass ein Land seinen Nachbarn überfallen will? Außer den Mächtigen und ihren Chronisten in dem Land, wer noch?</div><div>Wer es nicht kann, glaubt nur, dass es die Absicht gibt, und ist somit ein Glaubender, also gläubig.</div><div><br></div><div>Wer kann nachweisen, was auf der von Correctiv recherchierten Potsdamer Konferenz besprochen wurde, außer den offiziellen und inoffiziellen Teilnehmern?</div><div>Wer es nicht kann, glaubt nur, was dort besprochen wurde, und ist somit ein Glaubender, also gläubig. </div><div><br></div><div>Wer kann checken, was er an Behauptungen im Radio hört, im Fernsehen sieht, in Zeitungen und Chats liest?</div><div>Wer es nicht kann, ist ein Glaubender, also gläubig.</div><div><br></div><div>Warum neigen die einen dazu, es zu glauben, und die anderen nicht, wenn weder die einen noch die anderen es nachprüfen können? Corona-Viren, unprovozierter Angriff Russlands auf die Ukraine, Remigrationspläne der AfD, ... so viele, die es glauben, obwohl sie es nicht prüfen können. Und so viele, die es nicht glauben, obwohl sie es nicht falsifizieren können. Wie ist das möglich in einer Zeit, die sich für aufgeklärt hält?</div><div><br></div><div>In Scharen treten die Menschen aus den christlichen Kirchen aus. Wozu? Um anderen Propheten zu folgen und wiederum Glaubensgemeinschaften mit der Neigung zum Wahnhaften zu bilden?</div><div><br></div><div>Die Aufklärung ist eine Illusion in Zeiten der Angst. »Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!« </div><div><br></div><div>Was kann die Mediation da ausrichten? Mediation kann Angst abbauen, dann reicht der Mut vielleicht, den man mitbekommen hat, um sich seines Verstandes zu bedienen. </div><div><br></div><div>Wie macht die Mediation das? Angst hat zu tun mit Enge. Also schafft die Mediation etwas mehr Weite, das heisst, sie bietet einen Raum mit stabilen Strukturen an, sodass man sich wieder sicherer fühlt und ausreichend atmen kann. Es gibt in der Mediation einen Fahrplan, wonach strittige Themen verhandelt werden. Der Mediator achtet auf Manipulationen der Angst und entschärft sie. So sollte Aufklärung gelingen.</div><div><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 04 Mar 2024 17:40:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Mediation und Wahrheit]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000005"><div>Die <span class="fs13lh1-5"><b>Wahrheit</b></span> unterscheidet sich von dem, was <span class="fs13lh1-5"><b>war</b></span>, durch das »<span class="fs13lh1-5"><b>h</b></span>«. <span class="fs13lh1-5"><b>Wahr</b></span>heit ist durch das »<span class="fs13lh1-5"><b>h</b></span>« mehr als das, was bloß <span class="fs13lh1-5"><b>war</b></span>. </div><div>Wofür steht das »<span class="fs13lh1-5"><b>h</b></span>«? Wenn man das "h" spricht, ist es fast nur ein Atemgeräusch. Es hat also einen <span class="fs13lh1-5">Bezug zum </span><span class="fs13lh1-5"><b>Lebendigen, zum Atem.</b></span></div><div><br></div><div>Beobachtet man Streitende, so beobachte man den Atem. Am Atem bemerkt man, wie sehr es um das Lebendige geht. </div><div><br></div><div>Oft streiten sich die Menschen, bis ihnen der Atem wegbleibt. Bleibt der Atem weg, tauchen Ohnmachtsgefühle auf. Tauchen Ohnmachtsgefühle auf, schaltet der Mensch auf archaische Programme um: Angriff, Flucht oder Erstarrung. Das archaische Programm läuft <span class="fs13lh1-5"><b>zweimal</b></span> ab. Das erste Mal beim Argumentieren. Angriff mit Argumenten und Beweismitteln oder Flucht in andere Argumente oder Beweismittel oder Erstarren durch schlichtes Überhören, Taubstellen. </div><div>Das zweite Mal nach dem Sprechen. Angriff durch Schreien, Drohen, Schlagen, Flucht durch Fortlaufen, Türenknallen, Erstarren durch Erstarren. </div><div><br></div><div>Man kann über Wahrheit nicht reden, wenn man nicht auch über den Atem reden will, mithin über das, was Luft zum Atmen lässt oder nimmt. Das wird regelmäßig vergessen. Der Körper zeigt es an: Atemnot, Herzrasen, ...</div><div><br></div><div>In der Mediation geht es um den Atem. Man sucht nach Lösungen, bei denen die Beteiligten für ihr Leben ausreichend Luft bekommen. Darum geht es bei der Wahrheit: Atmen. Luft bekommen.</div><div><br></div><div>Und darum ist es so wichtig, Wahrheit immer in Beziehung zu einer lebendigen Person in einer <span class="fs13lh1-5"><b>lebendigen</b></span> Situation zu setzen. So gesehen gibt es keine abstrakte, allgemeine Wahrheit, sondern nur um konkrete Wahrheiten lebendiger Wesen. Es geht um die <span class="fs13lh1-5"><b>konkrete</b></span> Wahrheit desjenigen, der spricht und desjenigen, der zuhört; oder um die konkrete Wahrheit einer konkreten, lebendigen Gemeinschaft.</div><div><br></div><div>Nehmen wir als Beispiel die Diskussion darüber, ob die Welt eine Scheibe oder eine Kugel ist. Solange der Mensch ungehindert und frei auf einer Scheibe leben kann, darf die Welt eine Scheibe sein. Man kann auch auf einer Scheibe glücklich leben. Erst wenn ein Beteiligter das Gefühl bekommt herunterzufallen und ihm deswegen der Atem stockt, wird man Lösungen suchen müssen, die das freie Atmen ermöglichen. </div><div><br></div><div> </div><div>Oder ein aktuelles Beispiel: Klimawandel. Solange der Mensch ungehindert und frei mit einem Klimawandel leben kann, darf das Klima sich wandeln. Man kann auch mit einem Klimawandel glücklich leben, das finden jedenfalls die Urlauber, die in andere Klimazonen reisen. Erst wenn ein Beteiligter den Wandel als Bedrohung empfindet und ihm der Atem stockt, wird man Lösungen suchen müssen, die das freie Atmen ermöglichen. </div><div><br></div><div>Und dann ist es wichtig, dicht am Atem zu bleiben: In welcher konkreten Situation stockt der Atem? <b>Konkretheit</b> ist wichtig, denn sie schützt vor Geistern, die bekanntlich mangels Substanz nicht zu fassen sind. </div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 16:17:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Gerechtigkeit]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000010"><div>Zerlegt man es in "Ge" und "Recht", erweitert das "Ge" zu "Gemeinsam" und ändert das "Recht" zur "Richtung", also in Anlehnung an den "Richter", dann bedeutet Gerechtigkeit: Gemeinsam eine Richtung finden bzw. gemeinsam einen Weg bestimmen.</div><div><br></div><div>Also: Wohin &nbsp;soll es gehen? Welcher Weg soll genommen werden? Damit wird klar: Über Gerechtigkeit haben nicht irgendwelche Leute zu befinden, sondern nur die, die gemeinsam einen Weg gehen wollen und tatsächlich gehen. </div><div><br></div><div>Gemeinsam heißt: Nicht einer bestimmt, sondern alle Verhandlungspartner stimmen zu.</div><div><br></div><div>Dann wird auch klar, warum es vor Gericht nur <span class="fs13lh1-5"><i>zufällig</i></span> Gerechtigkeit geben kann. Dort weist jemand den Weg, der nicht mitgeht: der Richter. </div><div><br></div><div>In der Mediation bestimmen die Verhandlungspartner gemeinsam. Damit ist die Mediation ein Verfahren der Gerechtigkeit. </div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 15 Apr 2023 07:34:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Zuständigkeit]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000F"><div>Zuständigkeit - Wer ist wofür zuständig? Das ist eine sehr wichtige Frage in der Kommunikation. Und, ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, die Zuständigkeit fängt bereits bei den Augen, Ohren und dem Mund an, nicht erst bei einer gesellschaftlichen, vertraglichen oder situativen Rolle, sondern ganz unmittelbar: Wer sieht? Wer hört? Wer spricht? Wer erinnert sich? Wer denkt?</div><div><br></div><div>Zuständig für das Hören sind die Ohren desjenigen, der hört. </div><div>Zuständig für das Sehen sind die Augen desjenigen, der sieht. </div><div>Zuständig für das Sprechen ist der Mund desjenigen, der spricht. </div><div><br></div><div>Das klingt so einfach und klar, ist aber im Streit schwer durchzuhalten. </div><div>Da weiß der eine viel besser, was der andere gesprochen hat. Anstatt zu klären, was er selbst gehört hat. </div><div>Da weiß der eine viel besser, was der andere gehört hat. Anstatt zu klären, was er selbst gesprochen hat. </div><div>Da weiß der eine viel besser, was der andere gesehen hat. Anstatt zu klären, was er selbst sieht. </div><div>Da weiß der eine viel besser, was der andere gedacht hat. Anstatt zu klären, was er selber denkt. </div><div><br></div><div>Wer so weiß und spricht, soll sich nicht wundern, wenn der andere in Rage gerät. Bildlich gesprochen, hat er dem anderen immerzu an Augen, Nase, Ohren, Mund und Verstand herumgemacht - das ist jedenfalls unangenehm, um nicht »übergriffig« zu sagen. </div><div><br></div><div>In dem Wort Zuständigkeit klingt das Wort »Stand« an und lenkt schon auf die wichtige Doppelfrage: Wer steht wo? </div><div>Zur Klärung hilft es, gedanklich einen Kreis um sich zu ziehen, und einen zweiten Kreis um den anderen. Man sieht dann vor dem inneren Auge die Zuständigkeiten. Innerhalb des eigenen Kreises ist man selbst zuständig. Innerhalb des anderen Kreises ist der andere zuständig. Jeder für sich in seinem Kreis. </div><div><br></div><div>Wenn also der andere redet mit seinem Mund und Sachen sagt, die Sie nicht gleich annehmen wollen, so legen Sie gedanklich die Worte in dem Kreis des anderen ab: ›Er hat geredet, es sind seine Worte, also lege ich sie in seinem Kreis ab.‹</div><div>Was ist damit gewonnen? Zum einen ist Zeit gewonnen. Wertvolle Zeit, die Sie vielleicht zum Nachdenken gebrauchen können. </div><div>Und zweitens ist die Magie der Worte gebannt. Was bedeutet das? Angenommen, Sie werden als Leugner oder Denker von irgendwas oder als Freund von irgendwem tituliert, als Klimaleugner, als Querdenker oder Putinfreund. Wie finden Sie das? Wie fühlt sich das an? </div><div>Und jetzt denken Sie sich also einen Kreis um den Sprecher und legen die Titulierung bei ihm ab: ›Er hat Leugner/Denker/Freund zu mir gesagt, es sind seine Worte, ich lege sie bei ihm ab.‹ Da liegen die Worte nun, sie liegen ganz bewegungslos am Boden im Zuständigkeitskreis des anderen herum. So können Sie sie anschauen, sogar von oben herab, wenn Sie wollen. Sie gewinnen auch die Freiheit, die Worte aufzunehmen, sie zu prüfen, Fragen zu stellen, die Worte durch eigene Entscheidung anzunehmen oder sie beim anderen liegen zu lassen.</div><div><br></div><div>Wenn Sie diese beiden Zuständigkeitskreise nicht ziehen, dann können die Worte wie Geister durch den Raum fliegen, überall hin, auch zu Ihnen. Und wenn Ihnen das nicht gefällt, wenn es Ihnen nicht gefällt, als Klimaleugner, Querenker oder Putinfreund bezeichnet zu werden, dann werden Sie die Worte von sich abschütteln wollen, Sie werden sich verteidigen müssen. Oder Sie werden einen Gegenangriff starten müssen. Durch die Zuständigkeits-Kreis-Methode ersparen Sie es sich, gegen Geister zu kämpfen. Das gelingt selten, man erschöpft sich. Obendrein sieht es im Nachhinein auch meist albern aus.</div><div><br></div><div>Mediatoren wenden diese Technik intensiv an. Sie stellen damit ihre eigene Neutralität sicher. Und sie führen die Verhandlungspartner verletzungsfrei durch die Verhandlung. &nbsp;</div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 01 Sep 2021 15:17:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Mediation und Menschenwürde]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000D"><div>Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was heisst das?</div><div>Manche haben ja schon Schwierigkeiten bei dem Wort "Mensch"; sobald sich ein bisschen was am Gegenüber vom eigenen, eingebildeten Spiegelbild unterscheidet, wird es mitunter schon kompliziert. Da genügt eine Abweichung in der Hautfarbe, in der Nasenform, in den Gebräuchen, im Kontostand, Adel, Herkunft, was auch immer. Das soll hier nicht weiter erörtert werden.</div><div><br></div><div>Noch schwieriger ist der Begriff »Würde«.</div><div><br></div><div>»Ich würde ...« Damit ist schon das meiste ausgesagt. Würde als Konjunktiv von »werden«.</div><div><br></div><div>Werden: Was soll werden? Was kann werden? Das Werden zielt auf die Zukunft. Ohne die Vorstellung von Zukunft gibt es keine Würde. Ohne die Vorstellung einer Zukunft für einen bestimmten Menschen, keine Würde für den bestimmten Menschen. </div><div><br></div><div>Für die Mediation bedeutet das: In der Mediation werden keine Lösungen vorgegeben. Die Zukunft ist offen. Sie ist nicht festgeschrieben, nicht in Gesetzen, nicht in Moralvorstellungen. Die Verhandlungspartner suchen eine Lösung, die ihnen eine Zukunft ermöglicht, zu der sie »Ja« sagen können und wollen. </div><div><br></div><div> Der Konjunktiv zielt auf Möglichkeiten: Man kann wählen; es ist noch nicht entschieden. Würde hat daher auch damit zu tun, dass der Mensch Wahl-Möglichkeiten hat. Ich kann die Menschenwürde nur wahren, wenn ich dem Menschen auch Wahlmöglichkeiten lasse. Einem Objekt lässt man keine Wahlmöglichkeiten, einem Tier maximal die Wahlmöglichkeiten, die man selbst für das Tier vorgesehen hat. Deswegen die teils hitzigen Diskussionen im Zusammenhang mit einer Impfpflicht. </div><div><br></div><div>Die Mediation unterstützt die Menschenwürde insbesondere in der sogenannten Optionsphase. Der Mediator animiert und motiviert die Beteiligten, so viele Lösungsoptionen wie möglich zu finden bzw. sichtbar zu machen. Wichtig sind dabei auch fantastische Optionen. Durch sie wird der Möglichkeitsraum - das Würde in der Menschenwürde - wunderbar erweitert. </div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:43:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Recht]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000C"><div>Krieg meint:</div><div>Der Andere muss weg, muss totgemacht, muss vernichtet werden.</div><div>Friedhofsfrieden.</div><div><br></div><div>Rechtsstreit meint:</div><div>Der Wille des anderen muss vernichtet, gebrochen, rausgerissen werden.</div><div>Rechtsfrieden.</div><div><br></div><div>Debatte meint:</div><div>Der
 politische Gegner muss im Parlament mit Worten niedergeschlagen werden.
 Alles, was er sagt, ist schlecht, untauglich oder mit böser Absicht 
vorgetragen; seine Worte müssen ihrer Wirksamkeit beraubt werden. </div><div>Meinungsfrieden.</div><div><br></div><div>Verhandlung meint:</div><div>Jeder
 ist für seinen Bereich, sein Land zuständig. Und an der gemeinsamen 
Grenze bittet man den Anderen um eine bestimmte Handlung. Handlungen 
werden verhandelt, nicht erzwungen.</div><div>Frieden.</div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:30:00 GMT</pubDate>
			<link>https://me-tabula.de/blog/?recht</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Interesse]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000B"><div>In der Mediation führt der Lösungsweg unbedingt zu den <b>Interessen</b> der Beteiligten. Ohne Klärung der Interessen ist eine gute Lösung nur zufällig erreichbar.</div><div><br></div><div>Was ist nun ein Interesse? </div><div><br></div><div>Inter-esse bedeutet »<b>dazwischen sein</b>«, »<b>dabei sein</b>« - auf dem Weg sein. </div><div>Sie haben Lust auf eine Veränderung und sind auf dem Weg zu einer besseren Position. </div><div>Oder Sie haben keine Lust auf Veränderung, werden aber verdrängt auf eine schlechtere Position.</div><div><br></div><div>Hier verstecken sich die drei Grundfragen gegen die (Ur-)Angst: Wo komme ich her? Wer bin ich? Wo gehe ich hin?</div><div><br></div><div>Was für Sie eine bessere Position ist, bestimmt sich durch Ihre <b>Identität</b>: Wer sind Sie? Welche Rolle(n) spielen Sie? </div><div><br></div><div>Identitäten &nbsp;und Rollen werden in der Mediation geklärt. Wenn Sie wissen, womit Sie &nbsp;sich identifizieren bzw. welche Rolle Sie haben, dann werden Sie die &nbsp;richtigen Schritte erkennen und gehen und Ihr Verhandlungspartner auch. </div><div><br></div><div>Die &nbsp;beliebtesten Rollenverwechslungen sind Lehrer, Arzt, Richter, &nbsp;Historiker ... Diese Rollenverwechslungen finden Sie in so ziemlich &nbsp;jedem Streit, obwohl die Beteiligten weder in den Rollen Lehrer-Schüler noch &nbsp;Arzt-Patient noch Richter-Angeklagter oder Historiker-Zeitzeuge sind. </div><div>Die Zuständigkeitskreis-Methode sorgt hier schnell für Klarheit: Sie klärt die Rollen: "Sind Sie mein Lehrer, mein Arzt, ...?" </div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:29:00 GMT</pubDate>
			<link>https://me-tabula.de/blog/?interesse</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mediation und Scrum]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000A">Scrum und Mediation haben viele Gemeinsamkeiten. Möglicherweise können 
Erkenntnisse und Erfahrungen des Scrum für die Mediation nützlich sein, 
wie auch umgekehrt. <div><br></div><div>Mediation und Scrum sind strukturierte
 Verfahren. Im Scrum gibt es die Sprints mit Planungsphase, Review und 
Retrospektive mit dem Ziel der Reduzierung von Komplexität und der 
schnellen und wirtschaftlichen Entwicklung eines marktfähigen Produktes.</div><div><br></div><div>In
 der Mediation gibt es Sprint-Äquivalente, die Verhandlungsrunden zur 
Vorbesprechung, zu den Themen, Interessen und Optionen mit dem Ziel 
einer einvernehmlichen und interessengerechten Lösung. </div><div><br></div><div>Dem
 Scrum-Master entspricht der Mediator. Beide organisieren die 
Zusammenarbeit des jeweiligen Lösungsteams (im Scrum: Entwicklungsteam, 
in der Mediation die Medianten). Beide haben grundsätzlich keine 
Weisungskompetenz. Da Scrum rglm. als Unternehmenskultur implementiert 
und oft auch arbeitsvertraglich vorgeschrieben ist, kann sich der 
Scrum-Master zur Durchsetzung der Scrum-Struktur auf diese Autorität 
stützen. Der Mediator kann das nicht. </div><div><br></div><div>Mediator
 und Scrum-Master sind verantwortlich für einen produktiven 
Lösungsprozess. Sie sorgen für ein gutes Verhandlungsklima, für eine 
Dokumentation der Verhandlungsschritte und -ziele sowie für Transparenz,
 Selbstverantwortung, Mut, Offenheit und Respekt. </div><div><br></div><div>Im
 Scrum fallen die Verantwortlichkeiten für das Projekt / Produkt und für
 die Entwicklung auseinander: Der Product Owner ist verantwortlich für 
das Produkt und seine Eigenschaften, das Entwicklungsteam für die 
Entwicklung der vorgegebenen Produkt- bzw. Projekteigenschaften.</div><div><br></div><div>In
 der Mediation handeln die Medianten in Personalunion als Product Owner 
und Entwicklungsteam; sie sind sowohl verantwortlich für die 
Eigenschaften des Projektes als auch für die Entwicklung des Projektes. 
In von Vorgesetzten oder Gerichten geschickten - somit unfreiwilligen - 
Mediationen begreifen die Medianten sich nicht als Projekt Owner, auch 
wenn sie es faktisch sind.</div><div><br></div><div>Wesentlicher 
Unterschied zwischen Scrum und Mediation dürfte die Kooperation des 
Teams sein: Im Scrum arbeitet regelmäßig ein potentiell 
kooperationsbereites Team; in der Mediation operieren regelmäßig 
Kontrahenten. Daher erfordert die Tätigkeit eines Mediators eine 
stärkere Unabhängigkeit, präsentere All- bzw. Unparteilichkeit und 
tiefere Eingriffe in die Kommunikation der Beteiligten. </div><div><br></div><div>Ein
 Scrum-Master wird dies durch die Einbindung in die Unternehmensstruktur
 und damit in die Hierarchie- und Autoritätsstruktur des Unternehmens 
sowie durch ein eigenes Interesse am Projekt-Erfolg und am Erhalt seines
 Arbeitsvertrages nicht erreichen können. </div><div>Seine formale Rolle
 ermöglicht es ihm aber, mediative Techniken in den Scrum-Prozess 
einzubringen und somit frühzeitig etwaigen Konfliktverhärtungen 
entgegenzuwirken, so dass sie für das Team beherrschbar bleiben. </div><div><br></div><div>Das
 Scrum richtet sich auf ein konkretes Produkt / Projekt aus. Daher 
erscheint das Scrum-Verfahren prägnanter und präziser zu sein als eine 
Mediation.</div><div><br></div><div>Die Mediation richtet sich auf einen
 Konflikt aus. Ein Konflikt erscheint den meisten Menschen wie ein 
Gespenst: nicht greifbar, aber gruselig. Die Konfliktklärung kann alles 
Mögliche zum Vorschein bringen; der Bearbeitungsaufwand ist nicht 
überschaubar, die emotionale Belastung wird gefürchtet, die Kosten auch.
 Der Erfolg einer Mediation "Verständigung und Frieden" ist in 
Konkurrenzgesellschaften kein Verkaufsschlager. </div><div><br></div><div>Das
 Scrum-Rahmenwerk könnte auch der Mediation helfen, ihr Profil zu 
schärfen. Die klare Definition von Rollen, Ereignissen und Artefakten im
 Scrum könnte Vorbild sein für die Mediation, die eigenen Rollen, 
Ereignisse und Artefakte ähnlich griffig und anschaulich zu formulieren 
und zu vermarkten. </div><div><br></div><div>Scrum wurde erfunden und 
entwickelt von Ken Schwaber und Jeff Sutherland. Weiterführende 
Informationen unter: www.scrumguides.org.</div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:28:00 GMT</pubDate>
			<link>https://me-tabula.de/blog/?mediation-und-scrum</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Intelligenz]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000009"><div>Man kann grob vier Dimensionen der Intelligenz unterscheiden*, von denen uns drei sehr gut bekannt sind: Verstand / Intellect</div><div>Identiät / Identity,</div><div>Datenspeicher / Memory.</div><div>Die vierte Dimension ist die Spiritualität, die hier nicht behandelt werden soll. </div><div><br></div><div>Interessant ist, wie diese Dimensionen sich zueinander verhalten.</div><div><br></div><div>Der &nbsp;Verstand ist ein Werkzeug, häufig verglichen mit einem Messer: Er &nbsp;teilt, trennt, lässt Unterschiede erkennen. Mehr kann er nicht. Eines &nbsp;kann er vor allem nicht: Verbinden, Einheit schaffen. Als Werkzeug ist &nbsp;der Verstand nicht &nbsp;selbständig. Er ist nur ein Diener. Wer ist dann der &nbsp;Herr?</div><div><br></div><div>Der Herr bzw. die Herrin ist die &nbsp;Identität. Sie führt das Messer. Es ist also wichtig, die Identität zu &nbsp;kennen, sonst wird jede Diskussion zum Messerstechen im Dunkeln. Rainer &nbsp;Mausfeld zitiert den Chinesen Sun Tzu: "Wenn du dich und den Feind &nbsp;kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu &nbsp;fürchten." (Sun Tzu, 544 -496 v.u.Z., Über die Kriegskunst). Das ist &nbsp;gemeint: die eigene Identität und die des Anderen. Vorher braucht man &nbsp;keine Argumente auszutauschen.</div><div><br></div><div>Identität meint: &nbsp;Welche Rolle habe ich? Womit identifiziere ich mich? Und welche Rolle &nbsp;hat der Andere? Womit identifiziert er sich? Bevor Sie also anfangen zu &nbsp;diskutieren, klären Sie Ihre Identitäten und Rollen. Sonst wird es &nbsp;Verletzungen in den Diskussionen geben.</div><div><br></div><div>Identität &nbsp;wird bestimmt durch Erfahrungen, die im Datenspeicher des Menschen &nbsp;abgelegt sind. In welchem Umfeld bewege ich mich, in welchen Beziehungen &nbsp;lebe ich, mit welchen Gegenständen beschäftige ich mich?</div><div><br></div><div>Um &nbsp;Identität zu klären, soll man also schauen, wo man herkommt und was man &nbsp;so tagein, tagaus macht und was man gern machen würde*. Und man sollte &nbsp;schauen, wo der Andere herkommt, was er so tagein, tagaus macht ... Erst &nbsp;wenn darüber Klarheit herrscht, sollte man verhandeln. </div><div><br></div><div>Und, &nbsp;wie durch ein Wunder, werden sonst eher frustrierende Diskussionen zu &nbsp;einem Erlebnis großer Klarheit, Ruhe und Freundlichkeit.</div><div><br></div><div>(* Die drei Grundfragen gegen die Urangst: Wo komme ich her? Wer bin ich? Wo gehe ich hin?)</div><div><br></div><div>(inspiriert von Jaggi Vasudev alias Sadhguru und Jean Gebser)</div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:24:00 GMT</pubDate>
			<link>https://me-tabula.de/blog/?intelligenz</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mediation und Depression]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"><div>Depressive Verstimmungen fallen nicht vom Himmel. Meist gibt es &nbsp;kurze Zeit davor ein Ereignis, bei dem man verpasst hat, auf seine &nbsp;innere Stimme zu hören: "Sag 'Nein'!" </div><div><br></div><div>Wenn man &nbsp;nicht auf die innere Stimme achtet, richtet sich das 'Nein' nach innen &nbsp;und, wenn es ganz doof kommt, bringt man sich in einem schwachen Moment &nbsp;selbst zu Fall.</div><div><br></div><div>Ein Nein, das eigentlich nach Außen gehörte, wendet sich, wenn es nicht beachtet wird, zu einem Nein nach innen. &nbsp;</div><div><br></div><div>Der &nbsp;Körper stellt mit dem Nein auch ausreichend Abwehrenergie zur Verfügung &nbsp;- das ist die gute Nachricht. Wird aber die Abwehrenergie nicht für die &nbsp;Abwehr eines Angriffes, eines Übergriffes genutzt, entlädt sie sich &nbsp;später nach innen und lähmt die eigenen Antriebskräfte. </div><div><br></div><div>Die &nbsp;Mediation stellt Techniken zur Verfügung, die der inneren Stimme &nbsp;helfen, gehört zu werden, so dass die richtigen Entscheidungen getroffen &nbsp;werden können. </div><div><br></div><div>In der Mediation wird klar &nbsp;unterschieden: Was sind Ihre Themen, was sind Ihre Interessen? Was sind &nbsp;Ihre Optionen? Wofür sind Sie zuständig? Was ist Ihre Rolle? Wodurch &nbsp;wird Ihre Identität bestimmt? </div><div><br></div><div>Diese Klärung &nbsp;sorgt dafür, dass Sie Ihre Grenzen schützen können. Und sie sorgt dafür, &nbsp;dass Sie nicht in anderer Leute Zuständigkeitsbereichen wildern gehen. </div><div><br></div><div>Die beliebtesten Identitäts- bzw. Rollenverwechselungen sind: Arzt, Richter, Lehrer und Historiker.</div><div>»Der ist doch krank, der Typ.« - Sind Sie gerade in der Rolle eines Arztes?</div><div>»Ich bin im Recht und Du im Unrecht!« Sind Sie gerade in der Rolle eines Richters?</div><div>»Ich sag Dir jetzt mal, wie das richtig geht!« Sind Sie gerade in der Rolle eines Lehrers?</div><div>»So war das gar nicht!« Sind Sie gerade in der Rolle eines Historikers?</div><div><br></div><div>Oft, &nbsp;wenn es Streit gibt, nimmt mindestens einer eine Rolle ein, die ihm gar &nbsp;nicht zusteht. &nbsp;In Personalgesprächen zwischen Mitarbeiter und Chef, &nbsp;bei Diskussionen zwischen Ehe- oder Lebenspartnern, in Gesprächen &nbsp;zwischen Eltern und Lehrern, Patienten und Arzt, Angeklagten und &nbsp;Staatsanwalt ... kann man mit ziemlicher Regelmäßigkeit die &nbsp;Rollenverwechslung erleben. </div><div><br></div><div>Die Mediation wird &nbsp;oft nur angesehen als ein »alternatives Verfahren zur einvernehmlichen &nbsp;Lösung von Konflikten«. Das greift viel zu kurz. Es wird regelmäßig &nbsp;übersehen, was die Mediation tatsächlich bewirkt: Sie wandelt ratlose, &nbsp;irritierte, manchmal von Emotionen fortgerissene Menschen zu &nbsp;freien, sich sicher fühlenden und klar sehenden Verhandlungspartnern, &nbsp;die ihre Grenzen und Ziele und Verantwortlichkeiten kennen und &nbsp;»Nein-Sagen« können, wo es erforderlich ist. Depression adé. </div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:22:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mediation und Debatte]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Mediation"><![CDATA[Mediation]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000007"><div><span class="cf1">In einer Demokratie mag man Debatten. Man nimmt an, dass diese Art 
der Kommunikation hilft, eine gute Entscheidung zu finden. Mediatoren 
mögen Debatten nicht so sehr. Der Ursprung des Wortes Debatte findet 
sich in dem französischen Wort débattre und bedeutet so viel wie 
"(nieder-)schlagen". Genauso hört es sich auch an, wenn die gewählten 
Vertreter im Parlament miteinander kommunizieren: Wie ein Versuch, den 
politischen Gegner mit Worten niederzuschlagen. </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Mediatoren
 bevorzugen die Verhandlung nach den Regeln der Zuständigkeit. Was sind 
die Regeln der Zuständigkeit? Dazu an anderer Stelle mehr. </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:21:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Recht und Identität]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category=Recht"><![CDATA[Recht]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000006"><div>Nehmen wir das Wort "Recht" und blasen den ganzen Schnickschnack &nbsp;fort: die schwarzen und roten Roben der Richter, die pompösen Hallen der &nbsp;Gerichtsbarkeit, das formale Getue des juristischen Fachpersonals. </div><div><br></div><div>Worum &nbsp;geht es eigentlich? Im Kern nur um eine Entscheidung für eine bestimmte &nbsp;Richtung. Deswegen heißen Richter auch Richter. Sie hätten auch &nbsp;Wegweiser oder Richtungsweiser heißen können.</div><div><br></div><div>Zudem gibt es aufgeschriebenes Recht, festgeschriebene Richtungsweisungen. Das bedeutet einerseits Verlässlichkeit, Vorhersagbarkeit und lässt eine Gleichbehandlung erwarten. </div><div>Andererseits &nbsp;entmündigt es die Beteiligten. Es macht sie zu Teilen einer großen &nbsp;Maschine. Es automatisiert die Handlungen. Es engt die &nbsp;Handlungsspielräume ein. Es schreibt Zukunft fest und lässt sie damit erstarren. Absehbar werden Maschinen die Rechtsprechung ganz übernehmen.</div><div><br></div><div>Ziel &nbsp;der Rechtsprechung ist die Schaffung von Rechtsfrieden, das meint: Die &nbsp;Parteien sollen nicht mehr über den Weg, den sie zu gehen haben, &nbsp;streiten.</div><div><br></div><div>Traum mancher, vielleicht auch vieler &nbsp;Richter dürfte es sein, die richtigen Worte zu finden und dadurch die &nbsp;Parteien zur Einsicht und Übereinstimmung zu bringen.</div><div><br></div><div>Tatsächlich &nbsp;dürften es aber weniger die Worte sein, die überzeugen, als der hinter &nbsp;dem Richter wartende Gerichtsvollzieher, mithin die Gewaltandrohung. </div><div><br></div><div>Das &nbsp;Gerichtssystem hat offensichtlich keine klare Identität. Es &nbsp;identifiziert sich als »Verfahren der Worte«. Es identifiziert sich aber &nbsp;auch als »Verfahren der Gewalt« und erzeugt damit eine gravierende &nbsp;Irritation. Schließlich ist es auch identifiziert mit dem Artefakt der &nbsp;»Festschreibungen« (Gesetze, Einzelfallentscheidungen) und irritiert &nbsp;dadurch die Kommunikation und die Fähigkeit, interessengerechte Lösungen &nbsp;erkennen und auszuwählen.</div><div>Die fehlende Klarheit darüber produziert am laufenden Band Enttäuschungen und Kompensierungen bei allen Beteiligten. </div><div><br></div><div>Teilnehmer &nbsp;einer Mediation haben diese Identitätsprobleme nicht. Im &nbsp;Mediationsverfahren sind Gewalt und fremde Festschreibungen &nbsp;grundsätzlich nicht zulässig. Daher ist die Kraft der Worte entscheidend. &nbsp;Daher kann sich jeder in seiner natürlichen Sprache ausdrücken. Daher &nbsp;können interessengerechte und nichtaggressive Lösungen gefunden werden. &nbsp;Diese Chance und diese Bereicherung sollte man sich nicht entgehen &nbsp;lassen. </div><div><br></div><div><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 15:19:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Mediation und Supervision]]></title>
			<author><![CDATA[Gunnar Cremer]]></author>
			<category domain="https://me-tabula.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000004"><div> 			</div><div> 				 				 				</div><div> 					<header> 						 						<div><div><span class="cf1">Supervision und Mediation weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Beide &nbsp;Verfahren knüpfen an Situationen an, in denen die Zusammenarbeit von &nbsp;Menschen als unbefriedigend bzw. verbesserungswürdig angesehen wird. </span></div><div><span class="cf1">Beide &nbsp;Verfahren sind in der Lage, ein Problem in seinem Ursachenzusammenhang &nbsp;sichtbar zu machen, es in seine Bestandteile bzw. Zutaten zu zerlegen, &nbsp;die Ressourcen und Handlungsoptionen aufzudecken, so dass die &nbsp;Beteiligten Änderungsmöglichkeiten erkennen und umsetzen können. Beide &nbsp;Verfahren liefern vergleichbare Ergebnisse.<br></span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Es gibt einen entscheidenden Unterschied, der sowohl an dem Namen als auch an dem Ursprung erkennbar wird. </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Die <b>Supervision</b> leitet sich ab von den lateinischen Wörtern <i>super</i> &nbsp;- über, oberhalb und <i>videre</i> - sehen &nbsp;und bedeutet <i>Überblick. </i></span></div><div><i class="cf1"><br></i></div><div><span class="cf1">Überblick hört sich erstmal gut an. Aber nomen est omen.</span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Den &nbsp;Überblick bekommt man in der Regel von einem erhöhten Standpunkt aus. &nbsp;Einen erhöhten Standpunkt erreicht man nur, wenn es einen erhöhten Zweck &nbsp;gibt, ein Zweck, der wichtiger erscheint, als "Zwecke im Tal".</span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Die &nbsp;Supervisoren schauen von einem erhöhten Standpunkt aus auf das Gewusel &nbsp;der Beteiligten unten. Regelmäßig nehmen die Supervisoren die &nbsp;Beteiligten auch mit auf diesen Aussichtspunkt. </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Vorteil &nbsp;ist, dass die Beteiligten den gemeinsamen Zweck in den Blick bekommen. &nbsp;Nachteil bzw. Risiko ist, dass die Beteiligten die eigenen Interessen &nbsp;unterschätzen könnten, und der Konflikt dadurch nur verschoben wird.</span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Ursprünglich &nbsp;verstand man als Supervision die Praxisberatung in der sozialen Arbeit, &nbsp;vergleichbar dem Coaching in wirtschaftlichen Unternehmen. Insbesondere &nbsp;in den USA war Supervision die Aufsicht und Anleitung durch einen &nbsp;Vorgesetzten. Supervision wird heute in der Regel von externen und &nbsp;unabhängigen Supervisoren geleistet und etliche Berufsverbände schließen &nbsp;eine hierarchische </span></div><div><span class="cf1">Supervision aus. (Quelle: &nbsp;https://de.wikipedia.org/wiki/Supervision). Das "Gesetz des Anfangs" &nbsp;lässt sich aber nur bedingt austricksen. &nbsp;</span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Der <b>Mediator</b> leitet seine Bezeichnung ab vom lateinischen Terminus <i>mediator </i>und bedeutet Mittler - Friedensstifter zwischen zwei oder mehreren Streitparteien.</span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Mittler bedeutet aber nicht, wie häufig missverstanden, "Mitte zwischen zwei Positionen bzw. Forderungen". </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Mittler bedeutet: <b>Mitte des Energiezentrums</b>: &nbsp;Die Mediatoren stellen sich also weder in die "laue" Mitte zwischen &nbsp;zwei Standpunkten noch auf einen kühlen höheren Standpunkt, um von dort &nbsp;den Streit zu übersehen. </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Mediatoren stellen sich in die <b>Mitte der beteiligten Energiepunkte</b>, &nbsp;also genau auf den Standpunkt der einen Streitpartei und genau auf den &nbsp;Standpunkt der anderen Streitpartei. Dies und nur dies ermöglicht es &nbsp;den Mediatoren, beide Streitparteien zu verstehen und bei der Suche nach &nbsp;interessengerechten Lösungen zu helfen. Dabei entscheidet sich, ob der &nbsp;Mediator tatsächlich <b>neutral</b> ist, also nicht am Energiepunkt der einen oder anderen Streitpartei kleben bleibt. </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Daher &nbsp;ist die Supervision das geeignete Verfahren, wenn das Ziel das &nbsp;Funktionieren einer Struktur und die Ausrichtung der Mitarbeiter in &nbsp;dieser Struktur ist. </span></div><div><span class="cf1"><br></span></div><div><span class="cf1">Die Mediation ist das &nbsp;geeignete Verfahren, wenn das Ziel der bestmögliche Einsatz der &nbsp;vorhandenen Energiequellen aller Beteiligten ist.</span></div></div></header></div><div><div> 		</div><div> 	</div><div> &nbsp;</div><div> 					</div><div> 				</div><div> 				 			</div> 		</div> 		 		 	 &nbsp;<div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 13 May 2020 10:19:00 GMT</pubDate>
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